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Herzlich Willkommen!


Anlass und Gründung des AKs:

Der DGfG-Arbeitskreis „Geographische Migrationsforschung“ wurde im November 2009 gegründet. Mit der Gründungsinitiative reagierten die Gründungsmitglieder auf das schon länger wahrgenommene Defizit, dass es bisher keinen institutionalisierten Kommunikationszusammenhang gab, der sich aus fachwissenschaftlicher Perspektive dezidiert der Erforschung von Migrationsprozessen und ihren Folgen in der ganzen Breite der hiermit aufgerufenen Fragestellungen widmet.

Von besonderer Bedeutung für die Migrationsthematik sind Regionen, Orte, Grenzen und andere raumbezogenen Formen. Deutlich wird dies zum Beispiel daran, dass Migrant(inn)en konstitutives Element des gegenwärtigen (Re-)Scaling-Prozesses sind, in dem durch die Mehrebenen-Verschränkung von lokalen, regionalen, nationalen und globalen Bezügen neue, folgenreiche und oft konflikthafte Sozialräume und symbolische Ordnungen ausgehandelt werden.

Geographische Migrationsforschung als Querschnittsthema verschiedener geographischer Subdisziplinen:

Die Geographie kann auf eine lange Tradition der raumbezogenen Beschreibung und Analyse von Wanderungsprozessen und ihren Folgen zurückblicken. Am prominentesten ist sicherlich die Bevölkerungsgeographie, welche sich z.B. mit Binnenmigrationen, internationalen Wanderungsmustern oder migrationsbezogenen Aspekten des demographischen Wandels beschäftigt. Doch Migration ist auch Forschungsgegenstand der Sozialgeographie (mit aktuellen Themen wie soziale Netzwerke, Migrationssysteme, Feminisierung der Migration), der Wirtschaftsgeographie (z.B. migrant business, wirtschaftliche Folgen der Rückwanderung), der Stadtgeographie (z.B. Segregationsforschung, Moscheebaukonflikte, Internationalisierung als Strategie der Stadtentwicklung), der Kulturgeographie (z.B. Migrationsdiskurse, transnationale Identitäten), der Politischen Geographie (z.B. Migrationspolitik und Migrationskontrolle, Geographien der Flucht) oder der Geographischen Entwicklungsforschung (z.B. Umweltflucht oder Migration und Entwicklung).

Ziele des AKs:

Um der Fragmentierung der geographischen Untersuchung migrationsbezogener Fragestellungen entgegenzuwirken, setzt sich der neue Arbeitskreis das Ziel, die verschiedenen geographischen Perspektiven auf Migration zu bündeln. Der AK soll die forschungsbezogene Bearbeitung der verschiedenen gesellschaftlichen und raumbezogenen Aspekte von Migration fördern. Durch die Bündelung wird die konzentrierte Weiterentwicklung der geographischen Migrationsforschung, sowohl in theoretisch-konzeptioneller als auch in empirisch-analytischer Hinsicht, angestrebt. Im Fokus des Interesses steht zum einen die Wechselbeziehung zwischen räumlichen Kontexten und Migrationen (bzw. Migrant(inn)en). Zum anderen will der AK dazu beitragen, die Formen der Verräumlichung von Migration in der alltäglichen und wissenschaftlichen Praxis kritisch zu reflektieren.

Leitungsteam: Prof. Dr. Andreas Farwick (Bochum),
Prof. Dr. Felicitas Hillmann (Bremen),
Prof. Dr. Andreas Pott (Osnabrück)
DGfG
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